FAQ

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Pelletofen

Geeignet für Schornsteinmischbelegung?

Gemischtbelegungen, zum Beispiel Geräte mit Abgasgebläse und ohne, sind aufgrund rechtlicher Gegebenheiten generell nicht zulässig!

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Geeignet für Schornsteinmehrfachbelegung ?

Entsprechend den rechtlichen Vorgaben kann eine Mehrfachbelegung unter bestimmten Bedingungen möglich sein. Dies ist aber lediglich in wenigen Ausnahmefällen zulässig.

Hinweis: Die rechtlichen Vorgaben können sich kurzfristig ändern, so dass eine Mehrfachbelegung generell nicht zulässig sein kann!

Es ist unbedingt erforderlich, die Einbausituation für den Betriebsort durch den zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister vorab prüfen, und falls möglich, genehmigen zu lassen. Es ist unbedingt erforderlich, die Einbausituation für den Betriebsort, durch den zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister, vorab, zu prüfen und falls möglich, genehmigen zu lassen Es sind immer die für den Aufstellungsort und Zeitraum geltenden rechtlichen Bedingungen zu befolgen und somit bindend!

Eine positive Bescheinigung des Schornsteinfegers für die Mehrfachbelegung ist keine Gewährleistung, dass es nicht zu Fehlfunktionen kommen kann, wie beispielsweise schlechtes Start- oder unbefriedigendes Brennverhalten.Die Bewertung über die Funktionsfähigkeit obliegt nur der herstellenden Firma!

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Schornsteinanforderung / Beschaffenheit ?

Die Kaminanlage ist nach EN 13384-1 bauseitig zu berechnen. Vor Inbetriebnahme des Pelletgerätes muss ein Eignungsnachweis für das Pelletgerät, in der gegebenen Einbausituation, erbracht worden und durch den für den Betrieb verantwortlichen Bezirksschornsteinfegermeister bestätigt werden.

Kamin und Schornstein innenliegend

Ein innenliegender Kamin oder Schornstein ist immer besser, denn, je grösser der Temperaturunterschied zwischen isoliertem Rohr und Umgebung, desto grösser die Wärmeverluste. Die verlorene Wärme des Abgases bleibt, bei innenliegenden Schornsteinen und Kaminen, zusätzlich im Haus und wärmt naheliegende Räume mit. Ist die Abgastemperatur hoch, steigt der Kaminzug und die Pelletheizung kann effizient arbeiten.

Kamin und Schornstein außenliegend

Es kann vorkommen, dass der Bau eines innenliegenden Kamins oder Schornsteins nicht möglich ist und ein Außenschornstein gebaut werden muss. Dieser außenliegende Kamin oder Schornstein sollte dann in jedem Fall sehr gut isoliert werden, damit die Wärmeverluste nicht zu hoch werden.

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Dichtigkeit / Beschaffenheit der Rohrverbindungen Abgas/Verbrennungsluft ?

Verbindung Kamin – Pelletgerät
Verbindungsstück Pelletofen-Kamin
-    Das Verbindungsstück zwischen Pelletofen und Kamineintritt ist so zu gestalten, dass die Abgase mit geringem Druckverlust und geringer Abkühlung in den Kamin eintreten können (siehe DIN 18160).
-    Eine Kontrolle und Reinigung muss möglich sein.
-    Für die Dichtheit der Verbindungsstücke ist eine überschiebbare Steckverbindung ausreichend.
-    Es sind original ORANIER Systemrohre oder vergleichbare zu verwenden

Externe Verbrennungsluftzuführung

Ein Vorteil in der Verwendung einer externen Verbrennungsluftzuführung liegt darin, dass nicht die bereits erwärmte Raumluft verwendet wird, sondern Frischluft aus dem Außenbereich. Es verringert somit auch die Notwendigkeit, ausreichend Fischluft für den Aufstellungsbereich sicherzustellen.

Hinweis: Bei Wohnraumlüftungsanlagen oder der Benutzung von Dunstabzugshauben ist
eine externe Luftansaugung erforderlich. Trotz der Zulassung (beantragt) für raumluftunabhängige Betriebsweise, kann es unter Umständen notwendig sein, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen.
-    Maximale Leistungslängen und Durchmesser sind rechnerisch zu ermitteln
-    Näherungsweise können die Werte aus untenstehender Tabelle entnommen werden.
-    Die Verbrennungsluftleitung muss dicht ausgeführt werden. Es dürfen nur Rohrverbindungen mit zusätzlicher Abdichtung eingesetzt werden.

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Geräuschkulissen / Gesamtlautstärke ?

Der Schallpegel ist je nach Typ unterschiedlich. Bei der Konstruktion wurde Wert auf einen möglichst leisen Betrieb gelegt. Da zurzeit kein genormtes Prüfverfahren für Schallmessung bei Pelletgeräten vorliegt ist es schwierig einen vergleichbaren Schallpegel anzugeben.

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Ist der Einsatz einer TAS (Thermischen Ablaufsicherung) bei Aqua-Modellen notwendig ?

Ein wassergeführter Pelletofen benötigt keine TAS (Thermische Ablaufsicherung). Es muss sichergestellt werden, dass in einem Notfall, das Wasser im Gerät nicht anfangen kann zu Sieden. Um dies sicherzustellen sind in Oranier Pelletgeräten die Brennstoffmenge und die maximal erreichbare Temperatur im Wärmetauscher entsprechend ausgelegt.

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Ist ein Puffer / Energiespeicher notwendig (Nur Wassergeführte Pelletgeräte) ?

Im aktiven Betrieb des Pelletofens erwärmt er das Heizungswasser, welches im Pufferspeicher gesammelt wird. Für einen möglichst optimalen Betrieb des Pelletgerätes ist es notwendig, dass das Gerät mindestens für eine Stunde, besser länger, betrieben werden kann. Die Größe des Energiespeichers ist auf den Wärmebedarf des Hauses und der Leistungsfähigkeit des Ofens abzustimmen. Energiespeicher sind in unterschiedlichen Größen erhältlich, die an die vorhandene Heizung angepasst werden muss. So kann die Pelletheizung möglichst lange im optimalen Leistungsbereich betrieben werden.
Die Isolierung des Pufferspeichers erlaubt eine „Zwischenlagerung“ der Wärme, so dass das erhitzte Nutzwasser nicht sofort verwendet werden muss und ein zeitlicher Puffer entsteht. Durch die Zwischenlagerung werden unnötige Zündvorgänge des Pelletofen minimiert.

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Staatliche Förderung (BAFA) ?

Heizen mit erneuerbaren Energien (dazu zählen auch Holzpellets), wird vom Staat gezielt gefördert. Unsere wassergeführten Pelletöfen erfüllen die Förderungs-Voraussetzungen und sind bei der BAFA gelistet (Details und Anträge finden Sie unter www.bafa.de).

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Pelletqualität

Es können verschiedene Pelletqualitäten verwendet werden.
Bei der aktuellen Generation der Pelletgeräte wird eine Temperaturüberwachung der Verbrennung zur Regulierung der Brennparameter verwendet. Dadurch können auch Pellets unterschiedlicher Qualitäten verwendet werden. Diese Anpassung kann naturgemäß nur in einem bestimmten Bereich erfolgen, und setzt gewisse Mindestanforderungen an den Brennstoff voraus.


Wie erkennt man die Qualität der Pellets?
Pellets sollen aus reinem Holz sein, das nur mit natürlichen Bindemittel und hohem Druck gepresst wird.
Gute Pellets erkennt man zum einen an einem niedrigen Staubgehalt.
Zur Testung der Qualität können Pellets in ein mit Wasser gefülltes Glas gelegt werden. Hier sollten die Pellets auf den Boden sinken, sich nur langsam auflösen. Die Pellets sollten neben Holz keine weiteren Bestandteile besitzen und nur geringe Mengen an Salzen freisetzen.

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Automatische Betriebsweise

Ein bedarfsgerechter, automatischer Betrieb, in Abhängigkeit von einer gewünschten und gewählten Raumtemperatur ist möglich, da verschiedene notwendige Messewerte dazu erfasst werden. Dabei stoppt und startet das Gerät auch automatisch, falls dieses für den Betrieb notwendig oder sinnvoll ist.

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Automatische Zündung

Das Gerät ist mit einer automatischen Zündvorrichtung ausgestattet, die ein bedarfsgerechtes, automatisches Zünden ermöglicht.
Oranier Geräte sind mit zwei unterschiedlichen Zündprogrammen ausgestattet.
Standard Zündprogramm: Nach dem Einschalten und dem Durchlaufen der Vorreinigungsphase mit maximaler Abgasgebläsedrehzahl, wird kontinuierlich eine bestimmte Menge Pellets gefördert. Die Zündung erfolgt nach einer entsprechenden Zeit.


Hat ein Zündvorgang nicht korrekt funktioniert, oder ist die sogenannte Abkühlphase nicht ordnungsgemäß durchlaufen worden, wird das Gerät im „Sonderzündprogramm“ gestartet.


„Sonderzündprogramm“: Die Vorreinigungsphase findet gleichermaßen statt, allerdings werden nach Beendigung dieser KEINE Pellets gefördert, um sicherzustellen, dass falls sich noch Pellets in der Brennerschale befinden diese nicht überfüllt wird. Es wird stattdessen nur für eine bestimmte Zeit das Zündelement eingeschaltet um nach Ablauf des Zeitintervalls im Minutentakt die Pelletschale portionsweise zu füllen. Durch die Verwendung des Sonderzündprogramms in dieser Funktionsweise, kann die Gefahr einer Überfüllung reduziert werden.

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Kann ich den Pelletofen programmieren?

Ja der Pelletofen verfügt über mehrere Schaltzeiten die In Wochenblöcken, aber auch Tageweise programmiert werden können.

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Top 3 FAQs

1. Verschmutzte Scheiben

Mögliche Ursachen

  • Fehlerhafte Anschlussbedingungen
  • Falsche Dimensionierung der Feuerstelle
  • Falsche Brennstoffe
  • Falsche Bedienung
  • Ungeeignete Reinigungsmittel

Was ist zu tun?

  • Prüfen Sie die Eignung Ihrer Schornsteinanlage mit den Techn. Daten des Gerätes (ggf. Mängel beseitigen).
  • Kaminöfen sollten für den jeweiligen Aufstellungsraum keinesfalls überdimensioniert ausgewählt werden. Berücksichtigen Sie bei der Ermittlung des zu beheizenden Raumvolumens nur den Aufstellungsraum der Feuerstätte. Der Gedanke, angrenzende Räume / Flure mitzuheizen, erweist sich oft als Trugschluss. Erst wenn im Aufstellungsraum eine kaum zu ertragende Hitze vorherrscht, fließt die Wärme ab. Die Folge ist, dass überdimensionierte Geräte stark gedrosselt werden und somit nicht optimal ausbrennen und die Sichtscheibe nicht die notwendige Oberflächentemperatur zum Freibrennen erreicht.
  • Überprüfen Sie die verwendeten Brennstoffe auf Eignung (Siehe Bedien- und Installationsanleitung des Kaminofens).
  • Verwenden Sie nur trockenes, unbehandeltes Holz (idealerweise Laubholz). Nadelholz sollte nur beigemischt werden (großer Harzanteil). Feuchtes oder minderwertiges Holz verbrennt schlechter mit mehr Rußbildung.
  • Legen Sie Brennholz ganz nach hinten gegen die Rückwand, niemals mit der Stirnseite zur Scheibe (dort tritt das meiste Holzgas aus).
  • Verwenden Sie die Primärluft nur während der Anheizphase und regulieren Sie die Verbrennung mit der geöffneten Sekundärluftregelung.
  • Vermeiden Sie eine starke Drosselung des Kaminofens. Die Abgase kondensieren an der dadurch entstehenden „kalten Scheibe“ und schwärzen die innere Oberfläche. Abhilfe bringt hier eine hohe Verbrennungstemperatur, den Ruß wird ab einer Temperatur von ca. 500 °C verbrannt.
  • Lassen Sie bei Inbetriebnahme des Kaminofens die Feuertüre kurz angelehnt, um Kondensablagerungen zu vermeiden.
  • Auch bei fehlerfreien Anschlussbedingungen sowie Brennstoffen bilden sich Ablagerungen (Schleier).
  • Leicht verrußte Scheiben lassen sich mit einem feuchten Tuch, welches vorher in weiße Asche (schwarze könnte kratzen), getunkt wurde,  mühelos wieder säubern.
  • Besonders hartnäckige oder dickte Teerschichten können mit einem Ceranfeldreiniger (Rasierklinge) manuell entfernt werden.
  • Keine scheuernde Reinigungsmittel und Schwämme (Topfschwamm) verwenden.
2. Entspricht mein Kaminofen der aktuellen BImSchV?

Ob ihr Kaminofen der aktuellen BImSchV enspricht können Sie unter folgendem Download erfahren.
Zulassungen für ältere und aktuelle ORANIER Kaminöfen >>

Ihren Kaminofen können Sie auch über die hki-online Datenbank überpüfen:
Zur hki-onine Datenbank >>
ORANIER Kaminofen überprüfen >>


Ihr Kaminofen ist nicht in der Datenbank hki-online aufgeführt?

Dieses Gerät darf in Deutschland nach dem 31.12.2014 leider nicht mehr betrieben werden.

3. Ofen hat Rostansatz am Stahlkorpus

Mögliche Ursachen

  • Falsche Reinigung
  • Ungeeigneter Aufstellungsort
  • Verwendung von Wasserschalen
  • Fehlerhafte Rohrverbindungen und Schornsteinanlagen
  • Falsche Betriebsweise und Größenwahl des Kaminofens

Was ist zu tun?

  • Nur die in der Anleitung angegebenen Reinigungsmittel /-methoden verwenden.
  • Wasserkontakt vermeiden
  • Aufstellungsort mit hoher Luftfeuchte und großen Temperaturschwankungen (Kondens) vermeiden.
  • Vermeiden Sie einen kontinuierlichen Einsatz von Wasserschalen (insbesondere im Warmhaltefach)
  • Achten Sie auf einen bündigen Abschluss innerhalb des Schornsteinabzugs.
  • Vermeiden Sie Regeneintritt in die Schornsteinanlage (Kaminhaube)
  • Vermeiden Sie eine starke Drosselung der Feuerung
  • Überprüfen Sie die Dimensionierung der Feuerstätte mit dem Wärmebedarf des Aufstellraumes. (Faustregel ist, dass Sie pro kW-Nennwärmeleistung etwa 15-20 m3 Wohnraum beheizen können)