FAQ

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Wasserführende Kaminöfen

Welche Rohranschlüsse werden benötigt?
  • Heizungsvorlauf DN20 (22 Cu)
  • Heizungsrücklauf DN 20 (22 Cu)
  • Trinkwasseranschluss Thermische Ablaufsicherung DN16 (18 Cu)
  • Abwasseranschluss Rücklauf Thermische Ablaufsicherung DN 16 (18 Cu)
  • Abwasseranschluss Abblaseleitung Sicherheitsventil DN20 (22 Cu)
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Wozu dient die thermische Ablaufsicherung?

Wird zuviel geheizt, ohne dass eine entsprechende Wärmeabnahme stattfinden, so schaltet die Thermische Ablaufsicherung kurz vor dem Siedepunkt des Kesselwassers eine Notkühlung ein. Hierbei wird Wasser aus der Trinkwasserleitung durch eine im Kessel des Ofens integrierte Kühlschlange geführt. Das dabei erwärmte Trinkwasser wird ins Abwasser abgeführt. Die Thermische Ablaufsicherung ist für Feststoffheizgeräte vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

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Benötige ich besondere Voraussetzungen für den Schornstein?

Wasserführende Kaminöfen von ORANIER besitzen einen Abgaswärmetauscher und nutzen dabei die Restwärme der Rauchgase. Dies ist besonders effizient, zumal die eigentliche Verbrennung nicht durch eine Wassertasche ausgekühlt wird und daher chemisch besonders vollständig ablaufen kann. Durch den Abgaswärmetauscher wird ein geringfügig höherer „Kaminzug“ als bei konventionellen Kaminöfen benötigt. Im Zweifelsfall kann Ihnen Ihr Schornsteinfegermeister die entsprechende Eignung bestätigen.

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Welche Stromanschlüsse werden benötigt?
  • 2-adrige Niederspannungsleitung zum Anschluss des ofenseitigen Temperaturfühlers.
  • Wird die Regelung in Ofennähe installiert, so sind Netzzuleitung und die benötigten Anschlussleitungen zu verlegen.
  • Wird keine Regelung in Ofennähe installiert, so empfiehlt sich ein elektronisches Thermometer (Elektronik Versand) in Ofennähe, welches den Ladezustand des Puffers anzeigt, um entsprechend mehr oder weniger Holz nachzulegen. Hierzu ist in der Regel eine weitere 2-adrige Niederspannungsleitung erforderlich.
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Welche Regelung wird benötigt?

Im einfachsten Fall wird eine Temperaturdifferenzregelung benötigt, die dafür sorgt, dass die Pufferladepumpe in Betrieb gesetzt wird, sobald die Temperatur im Kessel des Ofens höher als die im Pufferspeicher ist.

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Benötige ich einen Pufferspeicher?

Bei einer direkten Einspeisung in den Heizkörperkreislauf kann es zu sehr hohen Temperaturen an den Heizkörpern kommen. Thermostatventile der Heizkörper müssen ausgebaut werden, um in jedem Betriebszustand eine sichere Energieabnahme zu gewährleisten. Dies ist nach EnEV nicht zulässig. Nutzungsgradverluste bei konventionellem Betrieb sind neben dem mangelnden Heizkomfort zu erwarten.
Anlagen mit wasserführendem Kaminofen sind daher grundsätzlich mit einem Pufferspeicher auszuführen.

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Wie groß muss der Pufferspeicher sein?

Für den Pufferspeicher rechnet man pro Kilowatt wasserseitiger Leistung etwa 100 bis 120 Liter Speicherinhalt.

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Wie kombiniere ich einen wasserführenden Ofen mit einer bestehenden Gas- oder Ölheizung?

Um die kesselseitig vorhandene Regelung weiter zu benutzen, empfiehlt es sich den Pufferspeicher im Rücklauf der Heizkreise mit Hilfe eines Drei-Wege Umschaltventils einzubinden. Ist die Temperatur im Pufferspeicher höher als die Rücklauftemperatur aus den Heizkreisen, so schaltet das Drei-Wegeventil und warmes Pufferwasser wird der Heizung zugeführt.

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Kann ich den wasserführenden Kaminofen mit einer Solaranlage kombinieren?

Die Kombination mit einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung ist ideal, da diese bereits einen entsprechenden Pufferspeicher besitzt. Das Speichervolumen kann in der sonnenarmen Winterzeit vom wasserführenden Kaminofen genutzt werden.

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Kann ich den wasserführenden Kaminofen mit einer Wärmepumpe kombinieren?

Wasserführende Kaminöfen eignen sich besonders gut zur Kombination mit Wärmepumpen, da bei Befeuerung im Winter genau dann zusätzliche Wärme bereitgestellt wird, wenn die Wärmepumpe den schlechtesten Wirkungsgrad besitzt. Von der Wärmepumpe benötigte Pufferspeichervolumina können für den wasserführenden Kaminofen mit genutzt werden.

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Top 3 FAQs

1. Verschmutzte Scheiben

Mögliche Ursachen

  • Fehlerhafte Anschlussbedingungen
  • Falsche Dimensionierung der Feuerstelle
  • Falsche Brennstoffe
  • Falsche Bedienung
  • Ungeeignete Reinigungsmittel

Was ist zu tun?

  • Prüfen Sie die Eignung Ihrer Schornsteinanlage mit den Techn. Daten des Gerätes (ggf. Mängel beseitigen).
  • Kaminöfen sollten für den jeweiligen Aufstellungsraum keinesfalls überdimensioniert ausgewählt werden. Berücksichtigen Sie bei der Ermittlung des zu beheizenden Raumvolumens nur den Aufstellungsraum der Feuerstätte. Der Gedanke, angrenzende Räume / Flure mitzuheizen, erweist sich oft als Trugschluss. Erst wenn im Aufstellungsraum eine kaum zu ertragende Hitze vorherrscht, fließt die Wärme ab. Die Folge ist, dass überdimensionierte Geräte stark gedrosselt werden und somit nicht optimal ausbrennen und die Sichtscheibe nicht die notwendige Oberflächentemperatur zum Freibrennen erreicht.
  • Überprüfen Sie die verwendeten Brennstoffe auf Eignung (Siehe Bedien- und Installationsanleitung des Kaminofens).
  • Verwenden Sie nur trockenes, unbehandeltes Holz (idealerweise Laubholz). Nadelholz sollte nur beigemischt werden (großer Harzanteil). Feuchtes oder minderwertiges Holz verbrennt schlechter mit mehr Rußbildung.
  • Legen Sie Brennholz ganz nach hinten gegen die Rückwand, niemals mit der Stirnseite zur Scheibe (dort tritt das meiste Holzgas aus).
  • Verwenden Sie die Primärluft nur während der Anheizphase und regulieren Sie die Verbrennung mit der geöffneten Sekundärluftregelung.
  • Vermeiden Sie eine starke Drosselung des Kaminofens. Die Abgase kondensieren an der dadurch entstehenden „kalten Scheibe“ und schwärzen die innere Oberfläche. Abhilfe bringt hier eine hohe Verbrennungstemperatur, den Ruß wird ab einer Temperatur von ca. 500 °C verbrannt.
  • Lassen Sie bei Inbetriebnahme des Kaminofens die Feuertüre kurz angelehnt, um Kondensablagerungen zu vermeiden.
  • Auch bei fehlerfreien Anschlussbedingungen sowie Brennstoffen bilden sich Ablagerungen (Schleier).
  • Leicht verrußte Scheiben lassen sich mit einem feuchten Tuch, welches vorher in weiße Asche (schwarze könnte kratzen), getunkt wurde,  mühelos wieder säubern.
  • Besonders hartnäckige oder dickte Teerschichten können mit einem Ceranfeldreiniger (Rasierklinge) manuell entfernt werden.
  • Keine scheuernde Reinigungsmittel und Schwämme (Topfschwamm) verwenden.
2. Entspricht mein Kaminofen der aktuellen BImSchV?

Ob ihr Kaminofen der aktuellen BImSchV enspricht können Sie unter folgendem Download erfahren.
Zulassungen für ältere und aktuelle ORANIER Kaminöfen >>

Ihren Kaminofen können Sie auch über die hki-online Datenbank überpüfen:
Zur hki-onine Datenbank >>
ORANIER Kaminofen überprüfen >>


Ihr Kaminofen ist nicht in der Datenbank hki-online aufgeführt?

Dieses Gerät darf in Deutschland nach dem 31.12.2014 leider nicht mehr betrieben werden.

3. Ofen hat Rostansatz am Stahlkorpus

Mögliche Ursachen

  • Falsche Reinigung
  • Ungeeigneter Aufstellungsort
  • Verwendung von Wasserschalen
  • Fehlerhafte Rohrverbindungen und Schornsteinanlagen
  • Falsche Betriebsweise und Größenwahl des Kaminofens

Was ist zu tun?

  • Nur die in der Anleitung angegebenen Reinigungsmittel /-methoden verwenden.
  • Wasserkontakt vermeiden
  • Aufstellungsort mit hoher Luftfeuchte und großen Temperaturschwankungen (Kondens) vermeiden.
  • Vermeiden Sie einen kontinuierlichen Einsatz von Wasserschalen (insbesondere im Warmhaltefach)
  • Achten Sie auf einen bündigen Abschluss innerhalb des Schornsteinabzugs.
  • Vermeiden Sie Regeneintritt in die Schornsteinanlage (Kaminhaube)
  • Vermeiden Sie eine starke Drosselung der Feuerung
  • Überprüfen Sie die Dimensionierung der Feuerstätte mit dem Wärmebedarf des Aufstellraumes. (Faustregel ist, dass Sie pro kW-Nennwärmeleistung etwa 15-20 m3 Wohnraum beheizen können)
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